Literatur für Fotografen

Mein erstes Buch als Sonder-Edition bestellbar: „FUJIFILM X-Photographers: Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System“

Liebe Leser, voller Stolz präsentiere ich heute „mein erstes Buch“ ! 🙂 Genauer: das erste Buch, zu dem ich einen maßgeblichen Anteil beigetragen habe.

Es ist jetzt gut ein Jahr her, als ich mit Ulrich Dorn, Lektor für den Franzis Verlag, zusammengesessen habe, und über ein Buchprojekt diskutiert habe. Da wir beide begeisterte Fujfilm-Fotografen sind, entstand in einem Moment kreativer Kernschmelze die Idee zu einem weiteren Projekt: Sechs Berufsfotografen, die alle mit den Kameras des Fujfilm-Systems arbeiten, berichten über ihre Arbeit, zeigen signifikante Bildstrecken, gewähren einen Blick über ihre Schultern und erzählen aus dem praktischen Einsatz der noch recht jungen Fujfilm-Technik in der professioneller Fotografie.

Die Idee hatte eine solche Strahlkraft, dass ich mich sogleich auf die Suche nach weiteren Autoren machte. In David Klammer, Martin Hülle, Bertram Solcher, Thorsten Rother und Peter Steffen fand ich fünf renommierte Berufsfotografen, die alle mit dem Fujifilm-System fotografieren und Lust hatten, aus ihrer persönlichen Sicht als Reportage-, Reise-, Medizin-, Editorial-, Portrait- und dpa-Newsfotograf aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Das Buch ist nun fertig – und ich freue mich riesig darüber:

  • Gebundene Ausgabe
  • 320 Seiten
  • 30 x 24cm
  • 135g Bilderdruckpapier

Signierte Sonderedition mit Original-Prints

Ihr könnt Euer Exemplar des Buches sehr gerne auch bei mir direkt bestellen. Das Buch kostet dann wie im Buchhandel genau 49,95 Euro (inklusive Mehrwertsteuer und Versand). Es ist außerdem von mir signiert – und es liegt von David Klammer und mir jeweils ein Original-A4-Print bei, der ebenfalls signiert ist.

Bestellung

Wenn Ihr Euch für das Buch interessiert und es direkt von mir beziehen möchtet, freue ich mich über eine entsprechende eMail an mich. Ihr erhaltet dann umgehend eine Rechnung. Nach Zahlungseingang wird das Buch mit den Prints dann sofort versendet. Frühester Versandtermin ist der 29. März 2018 (passenderweise mein Geburtstag!).

-> Bestell-eMail „Fujifilm X-Photographers.
Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System“
(inklusive 2 Original-Prints, signiert von den Autoren Christian Ahrens und David Klammer).

Leseprobe zum Download:

Schön gestaltet: Doppelseite aus dem Fujfilm-Fotografen-Buch

Um sich ein genaueres Bild machen zu können, gibt es hier eine Leseprobe zum kostenlosen Download (49 Seiten, ca. 5 MB).

Noch ein Hinweis: Unser Buch über den Einsatz der Fujifilm-Kameratechnik in der professionellen Fotografie ist ein Herzensprojekt, das auf unserem ureigenen Mist gewachsen ist und von niemandem gesponsort oder beeinflusst wurde. Wir schreiben unsere ehrliche Meinung, äußern Freude und Kritik und stehen hinter jedem unserer Worte als Profis und als Fotografen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn unser Buch zahlreiche Leser finden würde – wir haben viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt und sind uns sicher, eine interessante und vielseitige Lektüre zu bieten – nicht nur für Fujifilm-Fotografen, sondern für alle Menschen, die sich für professionell ausgeübte Fotografie interessieren und meinen Kollegen und mir einmal über die Schultern schauen möchten. Wir wünschen großes Lesevergnügen!

 

 

Weiterbildung für Fotografen und Filmer: Gert Wagners neues Buch

Heute schreibe ich mal über etwas, was es noch gar nicht gibt. Ein multimediales eBook unseres Freundes, Partners und Mentors Gert Wager. Dieses Buch gibt es noch nicht – aber es könnte es geben!
Mehr dazu hier: http://www.kickstarter.com/projects/1505699225/capture-turni… 

Geburt eines eBooks

Hintergrund: Kickstarter ist eine Entwicklungsplattform: dort können Erfinder, Kreative, Autoren Projekte vorstellen, die sie realisieren wollen, aber eine Finanzierung dafür benötigen. Jeder, der sich beteiligt, erhält etwas, z.B. das angekündigte Produkt. Abgebucht wird aber erst, wenn die Finanzierung „durch“ ist. Ein Subskriptionsmodell also.

Das Projekt unseres Freundes Gert Wagner ist ein multimediales, interaktives eBook. Und es geht natürlich um Fotografie, genauso aber auch um das Medium Film. Das Motto „Turning stories into pictures“ sagt, worum es geht: wie man als Fotograf und Filmemachern zu Bildern und Bewegtbildern kommt, die auch bewegen. Die Geschichten erzählen, Emotionen vermitteln und Atmosphäre erzeugen.

Der Fotograf und Filmemacher Gert Wagner

Gert Wagner hat in den 80er und 90er Jahren für alle führenden Magazine fotografiert: von Stern bis GEO. Er ist selbst als Quereinsteiger in die Fotografie gegangen und hat verschiedentlich über Fotografie publiziert. Das neue Buch setzt diese Arbeit fort und ergänzt es um das Medium Film, in dem Gert seit vielen Jahren auf gleich hohem Niveau tätig ist. Meine Geschäftspartnerin Silvia Steinbach und ich haben mit ihm einige Medienprojekte realisiert. Aus der Lektüre seiner Bücher und aus vielen Gesprächen wissen wir: Gert Wagner hat etwas zu sagen – in einem Buch, das sich bildbegeisterte Menschen nicht entgehen lassen sollten.

Ich möchte meine Leser bitten, etwas dazu beizutragen, dass dieses aufwändige Projekt ein Erfolg werden kann:

Sprecht darüber, publiziert in Euren Blogs, erzählt es im Fotoclub, streut es auf facebook oder Xing – es wäre toll, wenn genügend „backer“ zusammenkommen würden und das Projekt realisiert werden könnte.

In diesem Sinne wünsche ich weiterhin viel Leidenschaft für die Fotografie und Freude und Erfolg in Eurer Entwicklung als Fotografen.

Beste Grüße
Christian

Fotobücher in Berlin

Wenn man ein Ziel hat, findet man oft etwas völlig anderes. Eigentlich waren wir an diesem Tag unseres Berlin-Besuches auf coole Couches aus, aber auf dem Weg dorthin fanden wir etwas viel Aufregenderes: Den Fotobuchladen und -Verlag von Hannes Wanderer in Berlin:

Ein Ort zum Stöbern und Kennenlernen

Der schöne Raum, der auch Platz für kleine Ausstellungen bietet, ist Sitz eines Buchladens der besonderen Art. Hier residiert Hannes Wanderer, außerdem auch Fotograf, Herausgeber und Verleger von Fotobüchern. Obwohl wir an einem Samstag hier vorbeigeschlendert sind und der Laden offiziell gar nicht geöffnet hatte, haben wir dennoch Zugang gefunden. Der symphatische Inhaber saß im Café nebenan und öffnete uns „außer der Reihe“. Und gab uns viel spannende Infos zu den ausgestellten Büchern, zu den Autoren und zum Entstehungsprozess der Publikationen.

Wer Lust hat auf tolle Foto-Bände und mal in Berlin ist, unbedingt vorbei schauen!

Die Adresse:

Peperoni Books
Hannes Wanderer
Brunnenstraße 152
10115 Berlin
http://www.hanneswanderer.de/

Und wer es nicht nach Berlin schafft, einen Online-Store gibt es auch:

http://www.25books.com/

Blick über die Schulter des Profis: Gert Wagners Fotopraxis

Doch. Bitte lesen Sie unbedingt weiter. Ja, es steht wieder eine Buchrezension an. Und nein, es geht nicht um einen der vielen langweiligen Titel auf dem Buchmarkt, in dem ein selbsternannter Profi einen „Meisterkurs“ veröffentlicht und dabei nicht halten kann, was er verspricht.
In dieser Rezension geht es um einen wirklichen Profi – und dieser erzählt spannend, unterhaltsam, anekdoten- und lehrreich aus dem Leben eines Berufsfotografen, er berichtet über gefährliche Situationen, internationale Werbeproduktionen, Aufträge für führende Zeitschriften von GEO bis Stern und über all die fotografischen Herausforderungen, denen ein Berufsfotograf bei der Umsetzung seiner Aufträge begegnet und wie er sie löst.

Zeitgemäß im iTunes Store

Gert Wagners Bücher tragen Titel wie „Abenteuer und Action“, „Licht“, „Symbole“, „Architektur und Industrie“ oder „Portraits“. Und sie kosten gerade mal 79 Cents im preiswertesten Fall und 2,99 Euro bei dem umfangreichsten Titel. Des Rätsels Lösung: Gert Wagner hat sein 2003 erschienenes Buch „Beruf: Fotograf“ erweitert, aktualisiert und in handliche Kapitel gegliedert. Diese Bücher sind nun als preiswerte Applikationen im Apple iTunes Store für iPhone und iPad erhältlich und bieten kurzweilige und lehrreiche Lektüre für Fotografierende jeglicher Couleur. Besonders aber sind die Bücher (oder Apps) für diejenigen wichtig, die sich für die Arbeit und die Arbeitsweise von Berufsfotografen interessieren, zum Beispiel weil sie selbst eine solche Karriere anstreben.

Gert Wagner: Fotopraxis. Abenteuer und Action

Gert Wagner: Fotopraxis. Abenteuer und Action

Gert Wagner gruppiert seine Geschichten geschickt um den jeweilige thematischen Schwerpunkt und erzählt mit leichter Hand: Wie er auf einer Windjammer fast seine ganze Kamerausrüstung verlor und dennoch zu mitreißenden Bildern kam. Mit welchen Tricks er Flugaufnahmen in der Arktis realisierte oder wie man im eigentlich sonnenverwöhnten Kalifornien trotz Dauerregen und tristem Himmel ein aufregend-sommerliches Kalenderfoto gestaltet. Das ist unterhaltsam zu lesen, das weckt Abenteuer- und Fotografierlust – und es zeigt vor allem auch, wie es ist, wenn man unter dem Druck von Produktionen steht und Erwartungen von Redaktionen oder Marketingabteilungen zu erfüllen hat. Der Fotograf ist irgendwo da draußen unterwegs, oft ganz auf sich allein gestellt, und muss unter allen Umständen verwertbare Ergebnisse produzieren, um seine Auftraggeber zufrieden zu stellen.

Jedes Kapitel wird ergänzt um einen Anhang. Hier beleuchtet Gert Wagner technische Hintergründe, Lösungen und Zusammenhänge. Eine knappe Quintessenz an Tipps und Lehren, die der Autor aus den geschilderten Situationen gezogen hat und an die nächste Generation von Fotografen weitergibt. Das ist überhaupt eines der Stärken dieses Buches: es ist (fast) zeitlos, die Geschichten und Anekdoten thematisieren grundlegende Aspekte der Auftragsfotografie und sind daher auch über den Moment hinaus gültig.

Fazit

Gert Wagner lebt als Fotograf und Filmemacher in Norddeutschland. Er hat für große Magazine und internationale Konzerne gearbeitet. Viele seiner Bilder wurden weltweit veröffentlicht und erhielten zahlreiche Preise. Heute produziert er Dokumentar- und Corporate Filme als Kameramann und Regisseur.

Gert Wagner lebt als Fotograf und Filmemacher in Norddeutschland. Er hat für große Magazine und internationale Konzerne gearbeitet. Viele seiner Bilder wurden weltweit veröffentlicht und erhielten zahlreiche Preise. Heute produziert er Dokumentar- und Corporate Filme als Kameramann und Regisseur.

Wer sich für die Realität in der professionellen Fotografie interessiert, wer selber fotografiert und etwas erfahren möchte von einem Fotografen, der auf hohem Niveau national und international für führende Zeitschriften, Werbeagenturen und Unternehmen fotografiert hat, bekommt mit den 7 iTunes-Bücher einen Schatz von Erfahrungen, einen Einblick in die Berufsfotografie und viele Blicke über die Schulter eines Profis. Weitab von den vielen Fotografie-Banalitäten des deutschen Buchmarktes ist dieses Werk für den angehenden Praktiker und den ehrgeizigen Lichtbildner ein echter Solitär im Angebot. Lassen Sie sich von den Geschichten faszinieren, von dem Vorbild anregen, von den Lehren inspirieren und machen Sie sich die Haltung des Autors zu eigen: nie aufgeben, immer das Bestmögliche versuchen, an Grenzen gehen und sie auch einmal überschreiten – dann verbessern sich auch Ihre Bildergebnisse. Ganz egal, ob diese im Selbst- oder im Fremdauftrag erbracht werden.

Mehr Informationen im iTunes App Store
Oder auf der Website des Autoren.
Es gibt außerdem eine iPad-Version (5,99 Euro).

Hier das YouTube-Video zu den ebooks.

Das gedruckte Buch von 2003 kann bei Amazon bestellt werden.

Ein wichtiges Buch – Martina Mettner: „Erfolg als Fotograf“

Martina Mettner: Erfolg als Fotograf

Martina Mettner: Erfolg als Fotograf

Martina Mettner, die bekannte Fotoexpertin und -Beraterin, hat mit Ihrem neuen Werk „Erfolg als Fotograf“ in diesem Jahr bereits die zweite Buchveröffentlichung vorgelegt. Während sich das Buch „Wie man ein großartiger Fotograf wird“ eher an Amateure – oder besser: an im Eigenauftrag Fotografierende – wendet, ist das neue Werk an Berufsfotografen gerichtet: solche, die es bereits sind, solche, die auf dem Weg der Ausbildung sind oder solche, die als Newcomer den Markt betreten und sich nun fragen, wie sie diese Herausforderung meistern sollen.

Hoher Anspruch
Um keine falschen Erwartungen zu wecken: es geht in dem aktuellen Werk nicht um fotografische Fragen oder fotografische Fähigkeiten oder wie man sie entwickelt. So schreibt Martina Mettner im Vorwort: „Dass Sie etwas können, davon gehe ich aus. Der Fokus liegt darauf, Ihre Leistung ins rechte Licht zu rücken.“ Und weiter: „Viele Fotografinnen und Fotografen sind zwar seit Jahren digital unterwegs, aber gedanklich noch gar nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Es wird höchste Zeit, aufzuwachen und das eigene berufliche Leben in die Hand zu nehmen.“ Das sind starke Worte, die hohe Erwartungen wecken. Selbstbewusst legt die Autorin nach: „Wer einmal die Lektürezeit in sein eigenes Fortkommen investiert und wenigstens einige der genannten Aspekte umsetzt, erwirbt damit eine solide zukunftsfähige Basis.“

Die acht P’s der M. M.
Mettners Buch ist nach einigen einleitenden Bemerkungen zur Situation der Fotografie im beginnenden 21. Jahrhundert in acht Kapitel gegliedert, die aufeinander aufbauen und viele drängende Fragen von Profis oder solchen, die es werden wollen, behandeln. Dabei beschränkt sich das Buch nicht auf allgemeines Marketing-BlaBla, sondern lässt an Konkretheit, Direktheit und Praxisorientierheit nichts zu wünschen übrig. Berufsfotografen erhalten in den acht „P“s von Martina Mettner gebündeltes Wissen, das in dieser Form für Fotografen bisher nirgendwo aufgeschrieben wurde:
Das Kapitel „Planung“ skizziert die verschiedenen Wege in die Berufsfotografie und gibt Hinweise zum Start in die Selbständigkeit. „Perspektiven“ schildert den Bildermarkt und die Situation des heute agierenden Berufsfotografen. In „Profil“ geht es um die Persönlichkeit und die „Marke“, die ein Fotograf darstellt oder bilden sollte. „Präsenz“ schildert die Möglichkeiten, die das Internet für die Selbstdarstellung des Fotografen bietet, während „Prägnanz“ sich den herkömmlichen Marketingmaterialien und Akquiseinstrumenten zuwendet. Im Kapitel „Promotion“ schildert Martina Mettner die verschiedenen Möglichkeiten, sich als Fotograf ins Gespräch zu bringen, während das Kapitel „Postskript“ auch die ‚dunkleren’ Seiten des Berufslebens beleuchtet und zum Beispiel thematisiert, wie man mit Absagen umgehen kann oder welche Jobs man besser ablehnen sollte. Ein Anhang von Rechtsanwalt Tim Hoesmann („Paragrafen“) rundet das Werk ab und fasst die wichtigsten rechtlichen Hinweise für Fotografen zusammen.
Auf gut 200 Seiten hat Martina Mettner hochkonzentriert, komprimiert und pointiert die Essentials für ein erfolgreiches Berufsleben zusammengetragen. Jeder Zeile merkt man an, dass die hier veröffentlichten Erkenntnisse nicht am grünen Tisch formuliert wurden, sondern einen starken Bezug zur Praxis haben. Aus ihrer jahrelangen Beratertätigkeit kennt die Autorin die Sorgen und Nöte der Fotografen aus erster Hand – und gibt in ihrem Buch Analysen, Antworten und Arbeitsanweisungen.

Martina Mettners Buch ist ohne Vorbild, es gibt – mindestens im deutschsprachigen Raum – nichts Vergleichbares. Das Buch analysiert klug und präzise und mit der Mettner-eigenen Direktheit und Unverblümtheit die gegebenen Marktverhältnisse. Es zeigt, welche Märkte schwierig sind, es zeigt aber auch, wie man die heute gängigen Werkzeugen einsetzt, um als Berufsfotograf erfolgreich zu sein. Dieses Buch gehört nicht ins Regal, es gehört auf den Schreibtisch eines jeden Fotografierenden, der ernsthaft daran arbeitet, als Berufsfotograf wahrgenommen zu werden und Erfolg zu haben. Es sollte als Arbeitsbuch begriffen werden – mit dem Anspruch, möglichst jede Woche einen der Hinweise von Martina Mettner für die eigene Situation zu adaptieren und in die Tat umzusetzen.
Ich bin davon überzeugt, dass eine konsequente Umsetzung des hier Niedergeschriebenen vielfältig nützen und die Marktsituation für uns Fotografen insgesamt verbessern würde. Mettner schreibt: „Wenn alle, die dieses Buch lesen, das Gelernte umsetzen, würde die Konkurrenz nicht größer, sondern eher kleiner werden! Es würde nämlich nicht mehr um jeden Job konkurriert, sondern jeder würde sich mit seinen besonderen Fähigkeiten auf diese fokussieren und damit für sich unter Umständen sogar ganz neue Kundenkreise erschließen.“

Blog zum Thema
Übrigens hält sich Martina Mettner auch an ihre eigenen Strategien. Unter www.erfolg-als-fotograf.de gibt es ein interaktives Blog, das mit dem Erscheinen des Buches an den Start gegangen ist. Hier soll so etwas wie eine Drehscheibe entstehen, eine Begegnungs- und Informationsplattform rund um das Thema „Erfolg in der professionellen Fotografie“. Zum Mitmachen sind alle Leser eingeladen.

Fazit: kaufen, lesen – und handeln!

Dr. Martina Mettner: Erfolg als Fotograf – Wie man sein Können optimal präsentiert. Erschienen im fotofeinkost Verlag, 216 Seiten, gebundene Ausgabe, 39,80 Euro.

Erhältlich per Direktbestellung
Oder bei Amazon

Eine Leseprobe findet sich hier.

Buchempfehlung: Dr. Martina Mettner: Wie man ein großartiger Fotograf wird

Martina Mettner: Wie man ein großartiger Fotograf wird

Martina Mettner: Wie man ein großartiger Fotograf wird

Keine Angst, was die Fotoexpertin, ehemalige Chefredakteurin, Marktkennerin, Photoconsultant und – auch – Fotografin Martina Mettner hier vorgelegt hat, ist nicht der erneute und hoffnungslos zum Scheitern verurteilte Versuche, den Weg „vom Anfänger zum Profi“ in 10 Schritten vorzuzeichnen. Dieses Buch vermittelt keinerlei fototechnisches Wissen, versucht nicht den „gelungenen Bildaufbau“ in 2 Kapiteln zu lehren und gibt schon gar keine Kameraempfehlungen.

„Wie man ein großartiger Fotograf wird“ unternimmt etwas ganz anderes. Das Buch nimmt den Leser mit auf eine erregende Reise und zeigt einen Weg auf, wie man als Fotografierender seine Fotografie wirklich erweitern und entwickeln kann. Das Buch wendet sich vorzugsweise an Amateure (also Menschen, die die Fotografie aus Liebhaberei betreiben), was jedoch nicht heißt, dass nicht auch Berufsfotografen oder solche, die es werden wollen, die Lektüre mit Gewinn abschließen.

„Damit Fotografie als Fotografie funktioniert und Spaß macht, sollte man das Arbeitsprinzip der professionellen Fotografen kopieren, statt nur ihre Aufnahmetechnik. Dieses Arbeitsprinzip ist der Auftrag, oder, in der freien Arbeit: das Projekt“, schreibt Mettner im einleitenden Kapitel und umreißt damit die Kernthese ihres Buches: nicht teure Kameratechnik, theoretisches Wissen über Belichtungstechnik oder Bildaufbau bringen einen als Fotografierenden weiter, sondern vielmehr die erfolgreiche Durchführung eines fotografischen Projektes: von der Themenfindung über das Fotografieren selbst bis hin zur Auswahl und Präsentation. Wer diesen Prozess ernsthaft durchläuft, die Aufgabe so gut und so leidenschaftlich wie möglich umsetzt und das für ihn bestmögliche Ergebnis realisiert – der ist ein ganzes Stück weitergekommen in dem Prozess, ein großartiger Fotograf zu werden – er ist ein Stück über sich selbst hinausgewachsen.

Doch ehe der Leser tiefer in das Projekt-Fotografieren einsteigen kann, durchläuft er in der Lektüre noch ein paar kurze, präzise und beinhart pointierte Kapitel. Martina Mettner analysiert einige wesentliche und doch immer wieder überraschende Aspekte der heutigen Fotografie und der Situation, in der sich ein heute Fotografierender befindet.
So erfährt er zum Beispiel „Warum Fototechnik keine große Rolle mehr spielt“, bekommt möglicherweise einen Spiegel vorgehalten bei der Lektüre des Kapitels „Warum jeder daran denkt, mit Fotos Geld zu verdienen“ und erfährt viel Wissenswertes zu der Frage „Wie das Internet die Fotografie verändert“ und was die Fotografie des 21. von der des 20. Jahrhunderts unterscheidet.
Die hier geäußerten Gedanken und Thesen haben dabei für viele Fotografierende geradezu verstörendes Potential. Allein die nonchalante Bemerkung zur geringen Bedeutung der Fototechnik erschüttert das Weltbild so manches Fotografierenden, der sich vielleicht verzweifelte Gedanken über die Schärfeabbildung seiner Objektive macht oder schon seit Monaten über einen Wechsel von Canon nach Nikon oder umgekehrt nachgrübelt. Martina Mettners mitunter scharfzüngige und ironische Art weckt denn auch viel Widerspruch und Ablehnung. Liest man sich die Leserkommentare zu ihrem Buch bei Amazon durch, kann man kaum glauben, dass die Leute hier offenbar über ein und dasselbe Werk schreiben, so sehr oszillieren die Beiträge zwischen Lob und Dank einerseits und krasser Ablehnung bis hin zu massiver Verärgerung andererseits. Allein dieser Beiträge wegen kann man sagen: mit ihrem Buch hat Martina Mettner offenbar mitten ins Herz getroffen, legt Finger in Wunden und zeigt aber auch Wege „in eine Fotopraxis mit Zukunft“ auf, wie es im Untertitel ihrer Arbeit heißt.
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Statt den Berufsfotografen zu imitieren, statt einfach nur „schöne“, „pittoreske“ oder „exotische“ Fotografien wahllos aneinanderzureihen schlägt Mettner über verschiedene mögliche Vor-Stufen letztlich etwas viel Herausfordernderes und Umfangreicheres vor: das „große Fotoprojekt“. Darunter versteht die Autorin eine „große thematische Serie“, die sich über einen vielleicht sogar jahrelangen Entstehungsprozess entwickelt. Und „damit die Motivation über einen längeren Zeitraum bleibt, muss es ein Thema sein, dass dem Fotografierenden wirklich etwas bedeutet.“
Damit das ganze nicht theoretisch bleibt geht die Autorin sozusagen mit eigenem Beispiel voran und beschreibt wie sie ihr eigenes Fotoprojekt „Übergangszeit“ (die portraitierende Begleitung von Suchtkranken in einer Suchtklinik) durchführt hat, auf welche Schwierigkeiten sie stieß, wie sich das Projekt entwickelt und zu welchen Ergebnissen es geführt hat. Womit einerseits die entstandenen Bilder gemeint sind, andererseits aber auch die Prozesse, die die Durchführung im Bewusstsein der fotografierenden Autorin hinterlassen hat.
Die abschließenden Kapitel befassen sich mit Hinweisen und Tipps, wie der Leser sich auf einen ähnlichen Weg begeben kann, was ihm dabei hilft, welche Möglichkeiten er hat und wie er vermeintlichen Einwänden begegnen könnte. Damit endet das Buch in einer Aufforderung: „Sie haben ein Leben, eine Vergangenheit, eine Familie, Interessen, Neigungen und Neurosen. Es ist also genug da, aus dem Sie schöpfen können. Fangen Sie jetzt an. Es geht ganz leicht“.

Buchempfehlung: „Biete Visionen“ von David DuChemin

Um es in einem Satz zu sagen: ein hervorragendes Buch. Und ein wichtiges Buch.

David DuChemin: Biete Visionen. Leben und arbeiten als Profifotograf. Rezension.

David DuChemin: Biete Visionen. Leben und arbeiten als Profifotograf. Rezension.

Im deutschsprachigen Raum gibt es bisher nicht viel Literatur, die einem ernsthaft für die Fotografie lebenden und an der Fotografie arbeitenden Menschen viel gibt. Natürlich, die Bücher à la „Digitalfotografie, vom Anfänger bis zum Profi“, füllen reichlich die Buchregale. Doch diese Ratgeberkultur hilft vielleicht über die allerersten Anfangsschwierigkeiten hinweg, ist jedoch keine ernsthafte Hilfe, wenn der hoffnungsvolle Jungfotograf erst einmal die Zusammenhänge zwischen Zeit, Blende und Empfindlichkeit begriffen und die wichtigsten fotografischen Ausdrucksmittel erkundet hat.

Schon gar nicht, wenn er womöglich ernsthaft darüber nachdenkt, die Fotografie zu seinem Beruf zu machen oder zumindest in Teilbereichen ein Marktteilnehmer werden möchte. Hier gehört David DuChemins Buch zu den rühmlichen Ausnahmen. Dabei widmet sich der Autor weniger der Fotografie selbst (auch wenn die Leidenschaft zu ihr fast aus jeder Zeile spricht), sondern vor allem den hard facts: Selbstdarstellung, Selbstvermarktung, Marktgegebenheiten, Branding, Marketing, Eigenwerbung, Geschäft und Finanzen – das sind die Themen des Autoren. Ein Interview mit dem Kollegen Joe McNally rundet das 250-Seiten-Werk ab.

DuChemin ist Kanadier, und natürlich schildert er die Dinge aus seiner Sicht. Und er schildert sie aus seiner ureigenen Biographie heraus. Begonnen hat DuChemin als Theologiestudent. Dann war er über 10 Jahre Comedian, ehe er sich nach einer fulminanten Insolvenz der professionellen Fotografie zuwandte, und dies ausgerechnet in einem wenig lukrativ erscheinenden Markt. DuChemin fotografiert weltweit für Hilfsorganisationen, soziale Projekte und andere Unternehmungen in diesem Bereich. Er verbindet dabei seine persönliche Lebenserfahrung, seine humanistische Weltsicht und die Fotografie zu einer ganz besonderen und zu einer erfolgreichen Einheit; die selbstredend nicht zur Nachahmung empfohlen wird, aus der DuChemin aber viele Erkenntnisse und Erfahrungen extrahiert, die jedem professionellen Fotografen (oder solchen, die es werden wollen) weiterhelfen wird. Voraussetzung ist, sich ernsthaft mit diesem Buch auseinanderzusetzen und mehr als nur einen dieser Hinweise und Erfahrungen auch umzusetzen.

„Leben und arbeiten als Profifotograf“ heißt der Untertitel dieses Werkes, und dieser betont sehr schön, dass man als Berufsfotograf nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer sein oder werden sollte, sondern dass es mindestens genauso wichtig ist, Position zu beziehen, Schwerpunkte zu setzen, sich inhaltlich mit den fotografischen Sujets und Themenfeldern zu befassen und genau in die Richtung zu gehen, in der am meisten Leidenschaft und Engagement zu finden ist. Dann kann – wie bei Chemin auch – eine Marktpositionierung erreicht werden, in der der Fotograf nicht nur froh an der Arbeit ist, sondern auch am Monatsende noch genug Geld auf dem Konto hat.

Das Buch kann ich rundum empfehlen: es ist gut geschrieben, es ist voller authentischer Lebenserfahrung und gibt auch dem Leser eine Vision von dem, was er in nicht allzu ferner Zukunft erreichen kann – wenn er sich richtig reinhängt.

Vorschau: Für den deutschen Markt

Aus gegebenem Anlass möchte ich schon heute auf ein Buch hinweisen, das voraussichtlich im Frühherbst erscheinen wird: es ist das neue Werk von Dr. Martina Mettner, die sich den gleichen Themenfeldern widmet und dies aus der Sicht einer in Deutschland lebenden Expertin und Marktkennerin tut. Ich werde berichten!

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