Segelnder Fotograf, fotografierender Segler

Die Fotografie ist mein Beruf und meine Leidenschaft: sie interessiert mich als Profi genauso intensiv wie auch als Privatmenschen: Beruf und Privatleben verschwimmen, gehen ineinander über und ineinander auf. Doch natürlich habe ich als Fotograf noch viele anderen Interessen, die ich rein privat verfolge und bei denen ich im wörtlichen Sinne des Wortes Amateur bin: ich höre viel und gerne Musik, liebe klassische Hifi-Geräte der 80er Jahre, spiele immer noch gerne Badminton, habe mich sehr lange und sehr intensiv mit IT und Computern befasst und verfolge seit etwa einem Jahr ganz neue Interessen: das Jollen- und Fahrtensegeln.

Segelausbildung in Koudum, Niederlande

Alles begann im Frühjahr 2012 in Koudum/NL: scheinbar spontan entschied ich mich, endlich einen alten Traum wahr zu machen und den (ersten) Segelschein zu machen. Überrascht stellte ich fest, wie einfach das ist, wie leicht die Zugänge sind und dass auch finanziell keine großen Hürden zu stemmen sind. In dieser einen Woche lernten wir auf den beliebten Polyvalken (gaffelgetakelte Jollen), die Grundlage des Segelns: Wenden, Halsen, Mann-über-Bord-Manöver, Anlegen, Ablegen usw. Über diese Schulungs-Woche in Koudum werde ich demnächst ausführlicher schreiben; das war eine spannende Zeit.

Die Fotografie und das Segeln haben allerlei Gemeinsamkeiten; damit meine ich jetzt nicht, dass man beim Segeln schöne Fotos machen kann (das ist ohnehin klar). Aber für mich persönlich ergibt sich hier eine Parallelität: So wie ich zur professionellen Fotografie spät aber dafür mit um so mehr Leidenschaft gekommen bin, so ist auch das Segeln etwas, was ich „schon immer mal machen wollte“. Und anscheinend bin ich jetzt in einer Phase, wo ich nicht mehr von Zielen träume, sondern sie einfach umsetze. Zumindest die wichtigsten – und so ging es mir auch mit dem Segeln. Heute, ein Jahr nach dieser Entscheidung verfüge ich über den Segelschein Binnen, was mich berechtigt, Sportboote auf Binnengewässern zu führen und zu chartern. Ein großer Schritt, dem aber noch viele weitere folgen werden. In einigen Jahren möchte ich in der Lage sein, eine Yacht einhand im Mittelmeer zu bewegen und diese Fähigkeit mal auch wirklich alleine, aber auch in der Gemeinschaft mit meiner Partnerin oder mit Freunden zu entwickeln. Dazu später mehr….

Dieses Fotografen-Blog wird ab jetzt also immer mal wieder auch Segelgeschichten veröffentlichen – ein Widerspruch? Ich finde, nein. Alles, was man mit Leidenschaft tut, ist miteinander verwoben, formt und entwickelt die Persönlichkeit und bringt einen wechselseitig weiter. Wie, wo und was da geschehen wird? Ich bin selbst gespannt!

Segeln am Möhnesee I

Segeln auf dem Möhnesee I

Christian Ahrens segelt dem Möhnesee

Segeln auf dem Möhnesee II

1 Kommentar
  1. Christian Rohweder
    Christian Rohweder sagte:

    Sind wir nicht bei allen Dingen die wir gerne betreiben Amateure? 😉 Und so bin ich auch Amateur wenn ich in meiner Freizeit fotografiere. Ohne Vorgaben, ohne Zeitdruck – einfach zu meinem Vergnügen.

    Antworten

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