Basteltag eines Fotografen – Datenausbau – Backup-Strategie

Dank der Karnevalstage habe ich ein paar Tage „frei“ – willkommener Anlass, längst überfällige Bastelarbeiten in der Technik anzugehen. Schon seit Wochen war abzusehen, dass mein freier Festplattenspeicherplatz rapide zusammenschmilzt und dass es nur noch wenige Aufträge braucht, ihn ganz aufzubrauchen. Derzeit sind gerade mal noch 40 GB Daten frei, und das reicht höchstens für 4-5 Jobs (je nachdem, auch weniger). Die verbauten 10 Terabyte Speicherkapazität in meinem Mac Pro sind mal wieder am Kapazitätsende angelangt.

Eine Recherche ergab, dass mein (Early 2009) Mac Pro auch 4 TB-Platten unterstützt. Ein gutes Zeichen, denn es erlaubt mir, noch einmal aufzurüsten und erfordert kein völlig neues Konzept. Bevor ich die neuen Kapazitäten nutzen kann, gilt es jedoch erst einmal, sehr viele Daten umzukopieren: fast 3 TB Bilddateien müssen auf die neue Platte kopiert werden, und dass zweimal, denn natürlich sind alle Daten in dem Mac intern 1:1 gesichert.

Mit USB 2.0 3 Terabyte Daten umzukopieren, dauert einfach zu lange. Eine PCI-Erweiterungskarte für USB 3.0-Anschlüsse wird aber erst morgen geliefert. Daher kopiere ich heute noch mal alles intern.

Mit USB 2.0 3 Terabyte Daten umzukopieren, dauert einfach zu lange. Eine PCI-Erweiterungskarte für USB 3.0-Anschlüsse wird aber erst morgen geliefert. Daher kopiere ich heute noch mal alles intern.

Backup-Stratagie

Vielleicht ein paar Worte zu meiner Daten- und Backup-Strategie: Mein Mac Pro verfügt intern über vier Festplatten-Anschlüsse, die auch alle belegt sind. Bisher waren dort 2 x 3 TB und 2 x 2 TB Festplatten verbaut. Auf der erste 3 TB-Platte liegen alle meine Bilddaten. Zumeist RAWs, aber im Laufe der Zeit habe ich alte Jobs auch ausgedünnt, nur die für den Kunden ausgewählten Dateien behalten und bei weniger wichtigen Jobs auch die RAWs durch JPG ersetzt. Dennoch: der Platzbedarf ist hoch, und die 3 TB reichen nun nicht mehr.

Die Bilder-Platte ist intern gesichert. Das mache ich mit einem entsprechenden Backup-Tool, und zwar manuell. Das heißt: nach jedem Job, wenn die neuen Daten auf die Bilder-Platte gespeichert wurden und in Aperture eingeladen wurden, werfe ich das Copy-Tool an, welches dann dafür sorgt, dass auf der Sicherungsplatte exakt der gleiche Datenstand besteht. Beim Ausfall meiner Bilder-Platte, könnte ich also sofort auf die Sicherungskopie zugreifen und weiter arbeiten.

Die 2 TB-Platte speichert das Betriebssystem und alle persönlichen und geschäftlichen Daten. Außerdem liegen auf dieser Platte auch die Aperture-Bibliotheken. Die 2 TB-Platte wird wiederum vom Betriebssystem mittels Time Machine auf die zweite 2 TB-Platte gesichert.

Alle Daten auch außer Haus

Mein Bilderdatenbestand ist zudem so gegliedert, dass ich die Fotos laufend in aufsteigend nummerierten Unterverzeichnissen sortiere, also z.B. „Fotografie1“, „Fotografie2“ usw. Diese Verzeichnisse sind – je nachdem wann sie aktuell waren – 500 GB, 1 TB oder jetzt auch 2 TB groß. Der Sinn dahinter ist, dass ich diese Verzeichnisse wiederum mit Hilfe meines Backup-Tools auf kleine 2,5 – Zoll-Festplatten spiegeln kann, die (bei den älteren Beständen) außer Haus gelagert werden und beim aktuellen Verzeichnis bei Reise / Urlaub / Abwesenheit einfach mitgenommen werden. So bin ich auch im Falle eines Diebstahls (wahlweise auch Brand, Erdbeben usw. …) in der Lage, meinen Bildbestand zumindest wieder herzustellen, auch wenn das zweifellos sehr viel Mühe machen würde.

Und jetzt geht es also darum, die 3 TB-Platten auf die neuen 4-TB zu kopieren und die 2 TB-Platten auf die frei werdenden 3 TB…. Das dauert richtig lang, selbst wenn die Daten über den schnellen Bus meines Rechners fließen. Aber es lohnt sich, schließlich werde ich am Ende des Prozesses wieder 1 TB freie Kapazität für meine Fotos haben und kann erstmal in Ruhe weiter arbeiten. Wie das in einem Jahr aussieht, und ob mein Mac nochmal den Schritt zu noch größeren Festplatten mitgehen wird, wage ich zu bezweifeln. Wir werden sehen….

Mir machen solche gelegentlichen Technik-Tage richtig Spaß. Gute Musik tut ihr Übriges. Seit gestern bin ich Abonnent des WIMP-Streaming-Dienstes, des wohl besten Musik-Streamers im Moment, der als einer der wenigen Musik in voller CD-Auflösung zur Verfügung stellt. Gestern habe ich mein iPad via Airport Express mit dem Wandler meiner Anlage verbunden – dank Apples intuitiver Technik auch eine Bastelei, aber eine sehr schnelle. „Mit Musik geht alles besser“, sagt mein Freund Bernd Müller, und der muss es wissen, denn er betreibt das beste Hifi-Studio in Köln : www.hi-fi.de ! 🙂

 

1 Kommentar
  1. Andreas Bender
    Andreas Bender sagte:

    Na, da hast Du ja noch was vor 😉
    Seit Freitag habe ich das schnellste und dickste MacBookPro, was es aktuell gibt. Ersatz für mein in die Jahre gekommenes altes MacBookPro und meinen MacPro. Jetzt gilt es die Programme mit samt den Einstellungen rüber zu ziehen, klappt leider nicht bei jedem Programm so einfach, wie bei Firefox und Lightroom. Als nächstes suche ich eine Raid-Lösung für die Daten. Mal schauen…

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